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Samstag, 8 Tage vor Fasnachtssonntag

Narrenbaumstellen in Ravensburg

 

 

's Weckschnelle - 's Narrebommstelle mit Kinderumzug und Rathaussturm
Die zwei Samstage vor Fasnachtssonntag

Der sogenannte "Fasnachtssamstag" ist der Tag vor dem Fasnachtssonntag. Weil in Markdorf aber der Samstag 8 Tage vor dem Fasnachtssonntag wichtig ist, der aber keinen eigenen Namen hat, nennen ihn manche auch den "ersten Fasnachtssamstag".

 

's Weckschnelle - Morgens um sechs wird's 's Städtle g'weckt

Am frühen Morgen ziehen die Hänseler in kleinen Gruppen durch die Straßen und Gassen von Markdorf, um die Bewohner mit lautem karbatschen zu wecken.

Ab und an kehren sie zur Stärkung von Leib und Seele in einem Haus ein und nach getaner Arbeit treffen sie sich zum gemeinsamen Frühstück im Zunfthaus Obertor.


's Narrebommstelle - Der große Tag der kleinen Narren

Der Narrenbaum - steht er erst mal auf dem Marktplatz - gilt als sicheres Zeichen für eine geglückte "Machtübernahme" der Narren und eine ins Exil verbannte Stadtverwaltung. In der Bodenseeregion ist das Narrenbaumstellen sehr beliebt und fast jeder Weiler hat seinen eigenen Narrenbaum.

Am Samstagmittag treffen sich Kinder, Narren, Musik und Fuhrleute im "Dorf" um mit vereinten Kräften, und durch tatkräftige Hilfe des Vermessungstrupps den Baum zum Marktplatz zu bringen.

 

 

Das Narrenbaumsetzen ist der große Tag der kleinen Mäschkerle, denn sie haben die wichtige Aufgabe den Narrenbaum an einem langen Seil durch die Hauptstraße, das Untertor, die Marktstraße, vorbei am Rathaus zum Marktplatz zu ziehen.

Am Rathaus wird ein Zwischenstopp eingelegt, und der Vermessungstrupp versucht mittels einer List die städtische Obrigkeit abzusetzen. Meist endet das Ganze in einem "Kampf", den die Vermesser noch nie verloren haben.

Mit Stadtkasse und Rathausschlüssel bewaffnet ziehen die Narren weiter zum Marktplatz, wo bereits die Zimmerleute warten um den Baum mit viel "hau-ruck" aufzustellen.

Sobald der Baum steht, sind wieder die jungen Narren an der Reihe. Sie dürfen am Stamm hinaufklettern und sich vom Gabenring in luftiger Höhe ein Geschenk abreißen. Das ist gar nicht einfach und nur etwas für geübte Kletterer, denn der Baumstamm ist geräppelt und so ganz ohne Rinde recht rutschig. Damit nichts passiert, werden die Kinder mit Klettergurt und Seil gesichert.
Bis zum Fasnachtsdienstag bleibt der Narrenbaum nun stehen, dann wird er gefällt und sein Dolden in einem kleinen Umzug wieder aus dem Städtle hinaus ins "Dorf" gebracht.

 

 
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