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 Der Funkensonntag
»d'Funke«

d' Funke - Das endgültige Ende der Fasnacht

Am Sonntag nach Aschermittwoch, wenn es dunkel wird, sieht man überall am Bodensee und im Hinterland die Funkenfeuer brennen.

Das Funkenbauen ist eine schweisstreibende Arbeit, die schon Wochen vorher mit dem Einsammeln der ausgedienten Christbäume beginnt. Viele fleissige Hände packen mit an, damit ein prächtiger Funken entseht, dessen Bestimmung es ist als Häufchen Asche zu enden.


Die Historie - Warum die Fasnet zwei mal verbrannt wird

Ging man bis vor einigen Jahren noch davon aus, es handle sich um einen heidnischen Brauch zur Vertreibung des Winters, so erklären Volkskundler heute, es handle sich um das Verbrennen der Fasnacht am ursprünglichen Termin.

Doch wie kam das Fasnachtsende von Funkensonntag in die Nacht zu Aschermittwoch?

Die österliche Fastenzeit dauert 40 Tage. Als die Synode von Benevent 1091 die sechs Sonntage in der Fastenzeit als Gedächtnistage der Auferstehung Jesu vom Fasten ausnahm, rückte deshalb der Beginn der Fastenzeit um sechs Tage vor. Übrigens, dort wo die Fasnacht noch nach der alten Fastenordnung gefeiert wird nennt man sie Alt- oder Bauernfastnacht. Der neue Fasnachtstermin wird dort Herrenfastnacht genannt.

 


Das Scheibenschlagen "Scheibi, scheiba..."

Wärend der Funken brennt findet das Scheibenschlagen statt. Die Holzscheiben werden auf einen Stock aufgespießt und ins Tal geschleudert. Zu jeder Scheibe erzählt der Funkenmeister eine lustige Begebenheit aus der vorangegangenen Fasnacht und nimmt damit den oder die Betroffenen auf's Korn.

 
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