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Fasnetsrezepte 

fasnetskuechle rezept

 

 

Fasnetskiechle

Gleich mal vorne weg: Fasnachtsküchle, so die mittelhochdeutsche Bezeichnung, schmecken nicht nur in der Fasnacht lecker.

In Fett gebackener Hefeteig passt in die gesamte kalte Jahreszeit und somit von Martini, über Silvester und Neujahr bis zum Fasnachtsdienstagskaffee. Natürlich spricht auch nichts dagegen sie im Sommer zuzubereiten.

In Fett Ausgebackenes findet sich gerade oft in der Fasnacht und liegt sicherlich auch daran, dass Süßspeisen bei unseren Vorfahren etwas besonderes waren und man es sich vor der bevorstehenden Osterfastenzeit noch mal so richtig gut gehen lassen wollte. Vielleicht musste auch der eine oder andere Schweineschmalzvorrat vor der Fastenzeit noch geschmälert werden, wer weiß?

Der Dritte der drei Donnerstage vor Fasnacht hat seinen Namen von dem "In-Fett-Gebackenem", dass traditionell an diesem Tag hergestellt wurde, der Schmotzige Dunschdig. In der Markdorfer Fasnet werden die Kiechle sogar besungen - "Ab Martini goht's degege".

 

Die selber g'machte sind die Beschte!

Ein im Südwesten ebenfalls verbreiteter Name für diese Köstlichkeit ist "Auszogene".

Gerne wird davon berichtet, dass die fleißige Bäckerin die vorbereiteten Hefekugeln über dem nackten Knie in ihre Form zog, also auseinanderzog, damit sie in der Mitte so schön dünn wurden.

Viel einfacher und weniger aufwändig - bedenkt man nur das Entkleiden und anschließende Waschen der Beine - formt man die Fasnachtsküchle mit den Händen. Hier nun ein von Oma Theresia jahrelang erprobtes Fasnetskirchle-Rezept für alle närrischen Bäcker:

 

... Eier und Schmalz, Zucker und Salz...

Zutatenliste
500 g Mehl
30 g Hefe
1 TL Zucker
250 ml Milch
2 Eier
80 g Zucker
1 Prise Salz
etwas abgeriebene Zitronenschale
80 g Margarine
500 g Kokosfett oder 500 ml Öl zum Fritieren
Puderzucker zum Bestreuen, dieses Rezept ergibt ca. 15 Stück


Zubereitung

Mehl in eine Schüssel geben. - Hefe reinbröckeln. - Einen Teelöffel Zucker draufstreuen. - Milch lauwarm werden lassen und die Hälfte davon auf die Hefe geben. - Zum Vorteig verrühren. - Gehen lassen für die Dauer von etwa 20 Minuten.

Dann die übrige Milch, Eier, Zucker, Salz und Zitronenschale auf den Vorteig geben. - Margarine am Mehlrand in Flöckchen verteilen.
- Von innen nach außen die Zutaten verrühren. - Teig zu Kugeln von etwa 5cm Durchmesser formen.
Auf bemehltem Brett noch etwa 20 Minuten gehen lassen.

Fett oder Öl im Fritiertopf erhitzen.
Dann jede Kugel mit bemehlten Händen von der Mitte nach den Rändern zu so dünn ausziehen, dass die Mitte durchsichtig ist.
Aber reißen darf sie nicht!
Ausgezogene ins Fett geben. - Auf beiden Seiten je 3 Minuten goldbraun backen. - Darauf achten, dass die dünne Mitte weiß bleibt.
Beim Wenden darf sie also kein heißes Fett mitbekommen.
Rausnehmen und gut abtropfen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Gutes Gelingen!

 
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